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Tallinn – was für ein Trip

    - 621 Euro für Stabtransport, Rückenprellung und abgebrochener Schneidezahn -

Nach den Dt. Mehrkampfmeisterschaften in Hamburg vor einer Woche wollte ich beim Int. Meeting in Tallinn eigentlich einen guten Siebenkampf absolvieren, es kam allerdings ein wenig anders. Zwar konnte ich die Punktzahl von Hamburg um 80 Punkte übertreffen, damit bin und kann ich aber nicht zufrieden sein, da ich weiß, dass ich zu wesentlich mehr in der Lage bin, dies zur Zeit im Wettkampf aber nicht auf die Bahn bringen kann. Doch alles der Reihe nach.
 
Der Trip nach Tallinn begann am Donnerstag im allmorgendlichen Berufsverkehr im Rhein-Main-Gebiet. Schließlich kam ich etwa 50 Minuten vor Abflug am Flughafen an, mit dabei die Stabhochsprungstäbe von André Niklaus und mir. Obwohl die Stäbe für den Flug angemeldet und bestätigt waren, wurde mir am Check-In mitgeteilt, dass ich diese bezahlen müsste. 23 Euro pro kg macht bei 26kg satte 621 Euro. Da ist es günstiger, sich zwei neue Stäbe zu bestellen und diese nach Tallinn liefern zu lassen. Never fly with Czech Airlines. Das „Lustige“ bei der Ankunft in Tallinn war dann, dass die Stäbe nicht da waren und erst am nächsten Tag kommen sollten, was zum Glück dann auch so war.

Nun zum Wettkampf:
60m:
Guter Start, etwas unrunder Laufe, somit nur eine 7,32s zum Auftakt.
Weit:
Das Gefühl für den richtigen Absprung fehlt zur Zeit noch, somit war nicht mehr als 6,96m drin.
Kugel:
Beste Leistung des Siebenkampfes. Drei Stöße über 15m, der Beste davon auf 15,56m.
Hochsprung: Ein Grauen. 1,83m. Trotz Anlaufumstellung muss da eigentlich mehr kommen.
60m Hürden:
8,46s. Zwar besser als in Hamburg, das Einlaufen ließ aber einen besseren Lauf erwarten.
Stabhochsprung:
No comments. Rückenprellung, rechten Schneidezahn durch die Latte abgeschlagen, 4,55m.
1000m:
Eigentlich hatte ich keinen Antrieb mehr, den Siebenkampf zu beenden. Trotzdem stellte ich mich an die Startlinie und lief noch eine passable Zeit von 2:53min.

In der Gesamtwertung belegte ich mit 5423 Punkten den 13. Platz.

Vielleicht war die Belastung von zwei Siebenkämpfen innerhalb einer Woche nach dem Trainingslager zu groß, um wirklich gute Leistungen abrufen zu können. Daher werde ich meinem „geschundenen“ Körper nun zunächst ein paar Tage Ruhe gönnen, um dann mit neuer Energie die Vorbereitung auf die Freiluftsaison fortzusetzen.

Lars
 

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